Hannover, 5. Mai 2026 – Coaching, Mentor*innen-Matching und echte Gespräche auf Augenhöhe: Mit der Transfer X MACHEN IBT Life Science Edition hat Niedersachsen.next die zweite Auflage der Transfer-Veranstaltung gefeiert – diesmal mit einem klaren thematischen Fokus auf die Lebenswissenschaften. 22 Teams nutzten den Tag für intensive Beratungsgespräche, neue Netzwerkkontakte und konkrete nächste Schritte für ihre Projekte und Gründungsideen. Am Abend folgte die 6. IBT PRE-SEED Portfolio-Konferenz, bei der zwei Forschungsteams aus Göttingen und Braunschweig Fördergelder in Höhe von knapp 2,4 Millionen Euro erhielten.

22 Teams, individuelle Geschichten

Die Bandbreite der Teilnehmenden war groß: Manche Teams waren bereits gegründet, andere standen noch ganz am Anfang. Einige kamen mit einer IBT-Förderung im Rücken und suchten Orientierung für den nächsten Schritt. Wieder andere tauchten zum ersten Mal tiefer in das niedersächsische Ökosystem ein. Genau dafür ist Transfer X MACHEN konzipiert: Das Format bringt Gründungsteams mit erfahrenen Mentor*innen zusammen – und das Versprechen ist jedes Mal dasselbe: Das richtige Match zu finden. In den Wochen vor der Veranstaltung hatte das Organisationsteam dafür zahlreiche Gespräche geführt und die Pairings sorgfältig vorbereitet.

Life Sciences als gemeinsame Sprache

Der thematische Fokus auf Life Sciences erwies sich als besonderer Mehrwert des Formats. Die Branche bringt spezifische Herausforderungen mit: regulatorische Hürden, lange Entwicklungszyklen und spezialisierte Finanzierungswege. Wenn Gründer*innen und Mentor*innen dieselbe Logik kennen, können Gespräche schneller in die Tiefe gehen. Auch der Coffee Chat mit Annika Buchholz verdeutlichte die Stärke des Formats: Als selbst IBT-Geförderte kennt sie die Herausforderungen aus der eigenen Gründungspraxis – von verschobenen manufacturing requirements bis zu regulatorischen Realitäten, die ganze Geschäftsmodelle in Frage stellen können.

Starkes Ökosystem, engagierte Mentor*innen

Ein besonderes Merkmal der Veranstaltung war die hohe Bereitschaft der Mentor*innen, ihre Zeit und Expertise kostenlos einzubringen. Sie coachten, hinterfragten und öffneten Türen – ein deutliches Zeichen für die Stärke und Kollaborationsbereitschaft des niedersächsischen Life-Science-Ökosystems.

IBT Portfolio-Konferenz: Förderung für Göttingen und Braunschweig

Den Abschluss des Tages bildete die 6. IBT PRE-SEED Portfolio-Konferenz. Sieben Teams aus führenden niedersächsischen Forschungseinrichtungen – darunter die Leibniz Universität Hannover, die Universitätsmedizin Göttingen und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig – präsentierten ihre Innovationen einer hochkarätig besetzten Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Hammann und der stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff.

Die Förderzusagen gingen an zwei Projekte:

PathoPress (Universitätsmedizin Göttingen, 1.336.650 Euro) entwickelt ein Gerät, das die Erkennung von Lymphknotenmetastasen in chirurgisch entnommenem Gewebe verbessert – ein entscheidender Faktor für präzise Krebsdiagnosen und Behandlungsentscheidungen. Besonderes Highlight: Der 22-jährige Student Pedro Gebhardt Apalategui führte als jüngster Teilnehmer der Konferenz die Präsentation seines Teams.

DeColi (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig, 1.045.148 Euro) verfolgt einen präventiven Ansatz gegen multiresistente Krankenhauskeime: Ein lebendes biotherapeutisches Produkt soll gefährliche Bakterien gezielt aus dem Darm entfernen, bevor eine Infektion entstehen kann.

Mit diesen beiden Projekten umfasst das IBT-Portfolio nun zwölf Projekte mit einer Gesamtförderung von rund 13 Millionen Euro. Die nächste IBT Portfolio-Konferenz findet Anfang 2027 in Göttingen statt.

Transfer X MACHEN – IBT Life Science Edition ist eine Veranstaltung von Niedersachsen.next und den Initiativen IBT Lower Saxony – Institute for Biomedical Translation, Niedersachsen.next Startup und Niedersachsen.next BioRegioN. Unterstützt wird die Veranstaltung von Life Science Factory, Medical Park Hannover GmbH, Health Innovation Hannover Region, NEXSTER Entrepreneurship-Center, BioIntelligence GmbH und Startup Factory GOe FUTURE.

Bildnachweis:  Niedersachsen.next | Marek Kruszewski.