RAPID: Beschleunigte Arzneimittelentwicklung

Logo von Rapid, Response Against Pandemic Infectious Diseases

Pandemie-Ereignisse treten in immer schnellerer Folge auf! Daher ist eine bessere Vorbereitung auf zukünftig auftretende lebensbedrohliche Viren essenziell. Wissenschaftlich hat Niedersachsen weltweit ausgewiesene Fähigkeiten, um pandemischen Bedrohungen effizient zu begegnen. Die herausragende Forschungsstärke Niedersachsens im bundesweiten Vergleich kann dabei durch diverse von Land und Bund geförderte Corona-Projekte belegt werden. Als Beispiel sei die laufende klinische Erprobung des Antikörper-Medikaments COR-101 (CORAT Therapeutics GmbH) gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 zu nennen. Jedoch hat die aktuelle COVID-19-Pandemie auch gezeigt, dass die im Land vorhandenen Kompetenzen noch nicht optimal gebündelt sind. Zudem fehlt ein Notfallplan, der im Pandemiefall mehrere Monate Zeit sparen und damit viele Leben retten könnte.

Vor diesem Hintergrund und auf Basis der in Niedersachsen während der Corona-Krise gesammelten Erfahrungen wurde RAPID ins Leben gerufen. RAPID – für Response Against Pandemic Infectious Diseases – ist eine Initiative des Life Science-Startup-Boards Niedersachsen unter der Leitung der Staatssekretäre Dr. Sabine Johannsen (Ministerium für Wissenschaft und Kultur) und Stefan Muhle (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung). RAPID soll als präventiver Aktionsplan eine frühzeitige und maximal beschleunigte Entwicklung sicherer und wirksamer Arzneimittel gewährleisten und damit zur Abwehr zukünftiger lebensbedrohlicher Pandemieviren dienen. Darüber hinaus wird das RAPID-Projektvorhaben die Gesundheitsversorgung im zukünftigen Pandemiefall verbessern, die Gründungs- und Startup-Szene im Bereich Lebenswissenschaften stärken, Impulse zur stärkeren Ansiedlung von Unternehmen der Pharmaindustrie in Niedersachsen geben, die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorantreiben und die Wertschöpfung für Niedersachsen erhöhen.

Zu den essenziellen Bausteinen des Vorhabens gehört neben wissenschaftlicher Expertise im Bereich der Medikamentenentwicklung, Infektionsforschung und Epidemiologie vor allem ein starkes Netzwerk regionaler Schlüsselakteure. Voraussetzung ist ein hoher Grad der Interdisziplinarität und Zusammenarbeit von Kooperationspartnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Versorgung, öffentlicher Hand und Gesellschaft. Erst dieses Netzwerk ermöglicht die kooperative Ausarbeitung einer RAPID-Response-Struktur in Niedersachsen zur Entwicklung von Arzneimitteln gegen tödliche Viren. Zur Ausbildung eines solchen Netzwerks wird RAPID bereits von den „Pandemiepräventionskampagnen (PaPräKa)“ der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH unterstützt.

Wenn Sie wissenschaftlich oder im Bereich der damit verbundenen Infrastrukturen in Niedersachsen an der Bekämpfung von Pandemien beitragen können, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren!

Ihr Ansprechpartner

Allan Koch

Themenmanager Pandemieprävention

Startup-News

Jetzt Newsletter abonnieren
und keine Neuigkeiten mehr verpassen!