Die Innovationsgesellschaft der TU Braunschweig (iTUBS), die Braunschweig Zukunft GmbH sowie weitere Partner aus dem regionalen Ökosystem haben sich den Deutschen Startup-Monitor (DSM) zum Vorbild genommen und den ersten Braunschweiger Startup-Monitor veröffentlicht. Von nun an soll der Report jährlich durchgeführt werden und somit zur Weiterentwicklung der regionalen Startup-Landschaft beitragen.

An der erstmaligen Erhebung des Braunschweiger Startup-Monitors beteiligten sich insgesamt 100 Gründer*innen aus 36 Startups. Viele Fragen des Reports basieren auf denen des DSM 2020. „Unser Ziel ist es, durch regelmäßige Erhebungen ein lokales Abbild der Deutschen Startup-Monitors zu schaffen, da sich aus der bundesweiten Befragung kaum konkrete Schlüsse auf die Gegebenheiten hier in Braunschweig ziehen lassen“, erklärt Eduard Klein, Geschäftsführer der iTUBS. Auch wenn der Anteil der Gründerinnen in Braunschweig mit 20 Prozent deutlich unter dem der Männer liegt, ist er etwas höher als in der deutschlandweiten Erhebung (DSM 2020: 16 Prozent). Erstaunlich ist, dass außerdem rund ein Drittel der Gründer*innen in Braunschweig promoviert haben.

Forschungsstartups und Finanzierungsschwierigkeiten

Es lassen sich einige Kernergebnisse festhalten. Der Report zeigt unter anderem, dass viele Braunschweiger Startups einen starken Forschungsschwerpunkt haben. 46 Prozent aller befragten Gründungsteams haben ihre Wurzeln an der TU Braunschweig. 23 von 36 Startups sind in den Bereichen Technologie-Entwicklung und -Produktion sowie Software tätig. Positiv festzuhalten ist zudem, dass die Braunschweiger Startups die gut funktionierenden Netzwerke am Standort sowie die günstigen Preise für Räume und Infrastruktur schätzen. Allerdings fällt ihnen der Markteintritt in Braunschweig nicht sonderlich leicht, da notwendiges Kapital in der Region schwer zugänglich ist. Rund 54 Prozent der befragten Startups bewerten den Faktor Kapital in der Region als „eher schlecht“ oder „schlecht“. Bei der Bewältigung der Finanzierungsherausforderung gibt es also noch Luft nach oben.

Detaillierte Ergebnisse finden sich im Report, der zum Download zur Verfügung steht.

An dem ersten Startup-Monitor Braunschweig beteiligten sich neben der iTUBS mbH und der Braunschweig Zukunft GmbH auch der Arbeitgeberverband Region Braunschweig e.V., die Industrie- und Handelskammer Braunschweig, das Transfer- und Kooperationshaus der TU Braunschweig, borek.digital, die TRAFO Hub GmbH und das Gründungsnetzwerk Braunschweig.

 

(Quelle: Braunschweig Zukunft GmbH; Bild: Pexels/Mikael Blomkvist)